Freitag, 20. September 2013

Meine Erfahrungen in der INTAKA-Coaching-Ausbildung

von Agatha Mysona-Pokora

Eine Coaching Ausbildung in Regensburg? Ist das möglich? Da ist doch München viel angesagter… aber die Fahrerei, die Zeit! Nein, es muss auch anders gehen! Google, Eingabe: „Coaching Ausbildung Regensburg“… Ein Name INTAKA, der fiel auf. Im Hintergrund ein gewisser Gerhard Gigler, noch nie gehört, aber tolle Referenzen und was er alles schon gemacht hat… Und dann ging alles ziemlich schnell. Ein Telefonat mit Gerhard, ein Treffen mit Christine und plötzlich war ich da. Oktober, Freitagabend das erste Seminar meiner endlich erfüllten Coaching Ausbildung. Die Abkürzung lautete TI und ausführlich: „Systemische Tiefeninterviews“. In Begleitung meiner Aufregung, Neugierde und wahnsinniger Freude machte ich das erste Mal eine mächtige hellgraue Tür auf und ging eine leicht quietschende Holztreppe ziemlich hoch. Mein Herz klopfte vor Aufregung und na ja zugegeben – zumindest leichter Anstrengung. Wieder eine Tür, diesmal weiß und dann war ich da. Ein überschaubarer, niedlicher Raum. Warm, orange und einige im Kreis stehende Stühle. Und plötzlich viele Stimmen, Menschen die sich umarmen (- na super, die kennen sich schon alle). Sie strahlen, lachen, tauschen sich aus und es geht nicht anders als mitzumachen. Kurzes Vorstellen und eine fast familiäre Atmosphäre machte sich breit. Das kenne ich doch ganz anders. In der Wirtschaft ist man da doch etwas zurückhaltender… Aber ja, hier fühlte ich mich gleich wohl. Ein Kaffee, ein Wasser, Brezen, Süßes auch da. Der Abend kann beginnen und… ach ja, das ist Gerhard. Wann hat er denn mit all seinen Ausbildungen und Zertifizierungen angefangen so wie er aussieht?? Und wahnsinnig nett und warmherzig ist er auch noch. Das kenn ich doch ganz anders, in der Wirtschaft ist Mann doch etwas zurückhaltender… Mein ganzes ICH verfiel dem Hier und Jetzt. Spannende mitreißende Thematik und Menschen die auch zum ersten Mal da sind- ufff. Ein Begriff „Systemisches Hexagon“ fällt ziemlich oft, wird wohl wichtig sein, einigen ist es wohl schon vertraut, einige wollen mehr davon wissen. Ich bin fasziniert und eingesogen. Trotz intensiver Konzentration und gefühlter Anstrengung hat die Freude auf das morgige Wiedersehen überwogen. Und so blieb es die ganze Ausbildung lang. Jedes Seminar-Wochenende und auch die Seminarwochen ergaben eine Mischung aus Bereicherung, innerer Entspanntheit, vollkommener Hingabe, intensiver Arbeit an mir selbst, Austausch, Umgang mit sehr sensiblen Themen und zuletzt das Herausfinden was es für mich heißt, Coach zu sein. Die Pausen zwischen den Modulen verhalfen Klarheit in mein Tun zu bekommen, das Gelernte in einer tollen Peergruppe (die sich teilweise aus den Leuten bildete, die damals auch zum ersten Mal da waren) zu üben und in der Abendakademie zu vernetzen. Eine neue, eigene Landkarte bildete sich, die mir derzeit eine Basis bietet, das machen zu können wofür mein Herz klopft.

Eine Chance für die Wirtschaft eine Ausbildung in der INTAKA- Atmosphäre zu erleben, sehe ich zum Einen in der Möglichkeit die Ausbildung in einem neutralen Terrain mit unterschiedlichen Menschen aus verschiedenen Branchen und mit unterschiedlichen Ansichten zu erleben und sich somit einen losgelösten und klaren Blick auf die eigene Welt, Situation, Probleme zu verschaffen. Was mir allerdings viel wichtiger erscheint ist zum anderen die Tatsache, dass das, was bei INTAKA gelehrt und vermittelt wird, auch gelebt wird. Damit meine ich die Trainer und ihre Einstellung zur Arbeit: man merkt ihre Lust am Tun, an dem Was und wie es gemacht wird, ihren Umgang mit den Teilnehmern. Die Art und Weise der Wissensvermittlung, der respektvolle Umgang der Menschen miteinander. Mit dieser neuen erlebten Erfahrung in die eigene Welt, Firma, Abteilung usw. einzutauchen und diese dort einzusetzen, kann zum riesigen Gewinn für alle Beteiligten werden. Eine Atmosphäre entsteht, die sich im Kopf impliziert und die mich angeregt hat, meine Ansichten und somit mein eigenes Tun zu verstehen und viel besser noch, offen dafür zu sein was in mir und rund um mich passiert. Es half mir, mich auf das zu konzentrieren was mir gut tut und in meiner Umgebung vereinbar ist. Ich für mich habe gelernt, neue und viel mehr Möglichkeiten zu sehen in dem was bereits vorhanden ist und die Tatsache, dass es viele Wege und Lösungen für ein Problem gibt, macht meinen Alltag viel bunter.

Ich finde INTAKA ist kein gewöhnliches Institut, das man einfach verlässt. Es ist ein verewigter Lebensabschnitt und eine lebendige, wachsende und offene Familienbande mit tollen Menschen. In der Wirtschaft ist das ganz anders… aber das kennt ihr ja schon! Vielen Dank für die intensive, lehrreiche und wahnsinnig schöne Zeit.